DIARY AYURVEDA 2012 #1 - INDIA KERALA DAY 2

Donnerstag, 15. November 2012 Kovalam, Kerala, Indien

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- Tag 2: Pranayama & Chakra Meditation -


Den berühmten "Gang runter zu schalten" oder womöglich zu faulenzen gehört bekanntlich nicht zu meinen Stärken. Ein wenig widerwillig bestelle ich jedoch den Wake-Up Call für 6:45 mit dem festen Vorsatz um 7:00 an der Yoga Breathing Class teilzunehmen. Es musste eine Gedankenübertragung im Spiel sein, denn ich wache von alleine erst um 8:30 auf. Die Inder meinten es anscheinend einfach nur gut mit mir.

Es ist atemberaubend morgens am Frühstückstisch zu sitzen und das Meeresschauspiel zu beobachten. Im Open Air Restaurant trifft sich die Ayurveda Community und lernt sich bei jedem Mahl besser kennen. Viele Nationalitäten wie D, CH, USA, SP, N, FR, PL sind vertreten und trotzdem ist die Gruppe homogen, denn alle verstehen, warum sie hier sind. Die High-Heels Fraktion aus der Schweiz, die wahrscheinlich Flip-Flops und Ballerinas einen ewigen Kampf geschworen hat, finde ich ebenfalls irgendwie sympathisch. Schließlich konnte ich mich bisher ebenso wenig von meiner Louis Karton Brille trennen.

Mein zweites Treatment fängt erst um 14 Uhr an, ich beschließe also, selbstverständlich "relaxt", die Umgebung zu erkunden. Kerala State ist ein ausgesprochen grüner Landstrich mit zahllosen Kokospalmen, Reisfeldern, Plantagen, Seen und Flüssen. Und einem scheinbar endlosen Strand von 600 Kilometern Länge. Mein Spaziergang am Strand entpuppt sich als abenteuerlich. Die Wellen sind bestimmt 2,5 m hoch, die Strömung sehr kraftvoll, daher darf ich eher plantschen als schwimmen gehen. Wenn es um die Sicherheit der Gäste geht, lässt der Lifeguard nicht mit sich handeln. Umso mehr "vom Handeln" verstehen allerdings die Früchte- und original Pashmina Shawl-Verkäufer, die meine Geduld & Diplomatie auf die Probe stellen.

Das Ressort grenzt unmittelbar an eins der typischen Fisherman´s Villages. Ich schaue fasziniert den bunten, mit Fangbeute gefüllten Fischerbooten und den müden Fischern zu. Für die local people war es bisher ein sehr harter Tag mit eher schwacher Belohnung. Ich werde diese für mich spannende Welt, die so greifbar nah ist, täglich mehrmals betreten. Mir wird rasch klar, wie die zwei unterschiedlichen Welten besonders hier aufeinanderprallen.

Bevor das zweite 2,5 h-Treatment (Generalmassage, Dhanyamla Dhara, Nasyam, Tharpanam) beginnt, serviert mir Thankam (meine Therapeutin) wieder ein Glas Ghee. Sie ist zierlich, ca. 30 cm kleiner als ich und strahlt mich jedes Mal an, wenn wir uns sehen. Die Generalmassage ist eine angenehme Ganzkörpermassage mit Kräuterölen, die mit den Händen vorgenommen wird. Sie findet im Sitzen statt und hilft den Körper zu kräftigen und die Blutzirkulation zu verbessern. Anschließend folgt eine der seltenen und speziellen Behandlungen in Kerala. Bei der Dhanyamla Dhara Behandlung werden warme Kräuteröle kontinuierlich von 2 Therapeutinnen synchron in einem bestimmten Rhythmus auf den ganzen Körper aufgetragen. Das Ölbad wird auf einem speziellen Massagetisch verabreicht, der aus einem einzigen Stück des Strychnos nux-vomica Baumes entstanden ist. Etwas verdutzt genieße ich die anfangs befremdliche Zeremonie, schon bald jedoch genieße ich die monotonen Wiederholungen und horche in mich hinein. Voller Impressionen tausche ich abends am großen Tisch beim Dinner die Eindrücke des Tages mit anderen Gästen aus. Unter relaxen verstehen hier fast alle am Strand liegen und Bücher lesen. Ich habe 7 Bücher mit und werde es nicht schaffen auch nur eins davon zu lesen.



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